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Camping Ötztal - ein Stück Geschichte der Familie Auer.

Bereits in den Jahren 1957-1958 errichteten unsere Eltern und Großeltern eine kleine Jausenstation bzw. ein Ausflugsgasthaus namens Infang, die in den Sommermonaten betrieben wurde und sowohl von den Einheimischen und den Gästen gerne besucht wurde. Bereits damals haben vereinzelt Sommerurlauber in den an die Jausenstation angrenzenden Wäldchen, das sich von seiner natürlichen Beschaffenheit als idealer Campingplazt angeboten hat, ihre Zelte aufgeschlagen.

Das Jahr 1959 ist als Gründungsjahr des „Camping Ötztal“ anzusehen. Damals hat unser Vater und Großvater ein kleines Sanitärhäuschen errichtet, mit dem dann in den Sommermonaten der Campingplatzbetrieb aufgenommen worden ist. Betreut wurde der Platz über die Jausenstation, wo sich die Gäste anmelden konnten. Die äußeren Umstände waren damals äußerst bescheiden, die mit den heutigen Verhältnissen nicht verglichen werden können. Der Platz, der nur in den Sommermonaten geöffnet hatte, war nur von
sogenannte „Zelteler“ (Urlauber mit Zelten), besiedelt, Caravans und
Wohnmobile waren damals noch gänzlich unbekannt.

Fließendes Wasser gab es in den ersten Jahren (der Gründungszeit) des Campingplaztes nur von einem durch den Platz fließenden Bächlein und das Trinkwasser musste in den ersten zwei Jahren von einen nahe gelegenen
Quelle geholt werden. Auch gab es damals weder in der Jausenstation noch
am Campingplatz elektrischen Strom und man musste sich am Abend und in der
Nacht am Weg zum Sanitärhäuschen mit Gaslampen und den Taschenlampen behelfen. Auch gab es bis Mitte der 60-Jahre nur Trockenclos.

Erst ab dem Jahr 1964 gab es Strom, fließendes Wasser aus der Leitung und nicht nur von Bächlein und im Jahr 1966 wurde die erst mit Gas betriebene Warmwasserdusche installiert. (Eine Dusche reichte damals für alle Campinggäste). Ende Juni – Anfang Juli 1965 ist das gesamte Dorf durch Murabgänge vom Fischbach überschwemmt worden. Obschon der Camping unmittelbar am Fischbach und der Ötztaler Ache lag, ist der Camping wie eine Insel verschont geblieben. Da in den folgenden Jahren der Gästestrom wesentlich zunahm, ist sowohl der Campingplatz im nahegelegenen Wäldchen
und der angrenzenden Wiese als auch das Sanitärhäuschen zu klein geworden. Im Jahr 1973 ist daher der Camping auf den heutigen Platz verlegt bzw.
erweitert worden.

In den Jahren 1978-1979 ist dann am Standplatz des heutigen Sanitärgebäudes erstmals ein winterfestes Sanitärhaus mit Heizung und den erforderlichen Nebenräumen errichtet worden. Allerdings noch wesentlich kleiner als es heute ist, damals bestand das Gebäude nur aus dem Erdgeschloß. In den folgenden Jahren haben wir dann den Platz bis auf das heutige Ausmaß erweitert und neu gestaltet. Der Platz war ursprünglich eine Wiese und all die Bäume und Streucher sind erst im Laufe der Jahre gepflanzt worden. 1986 sind die Sanitäranlagen um das erste Obergeschoß erweitert worden und die Sauna errichtet worden. Im Jahr 1991 ist dann das Empfangs- und Verwaltungsgebäude, so wie es sich heute im Wesentlichen darstellt und wo vorher auch nur ein Holzhäuschen stand, errichtet worden. Im Jahr 2003 sind dann die Sanitäranlagen im Parterrebereich saniert und erneuert worden und auf den heutigen Stand gebracht worden.

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